Die große Glocke in Geyer

Von der großen Glocke in Geyer, die früher in einem alten viereckigen Turm an der Kirche von Geyer hing, erzählt man sich folgende Sage:

 

Ein Schwein habe die Glocke einstmals auf dem Geyersberg, an dessen Fuß die Bergstadt liegt, aus der Erde gewühlt. Die Einwohner freuten sich über diesen ungewöhnlichen Fund und hängten die Glocke auf. Sie bekam aber keinen reinen Klang. Erst die Weihe durch einen Priester brachte Abhilfe.

 

Im Jahre 1455 zersprang sie, als wegen des von Kunz von Kauffungen verübten Prinzenraubes im ganzen Land gestürmt wurde. 1456 ließ Kurfürst Friedrich II. sie umgießen und auf der einen Seite die beiden Prinzen und auf der anderen Seite Kunz abbilden.