Die Entdeckung des Freiberger Silberreichtums

In der Altstadt zu Freiberg befindet sich am Haus Wasserturmstraße 34 eine Gedenktafel, die daran erinnert, dass in unmittelbarer Nähe des Hauses im Jahre 1168 der Freiberger Bergbau seinen Anfang genommen hat. Wie es dazu kam, darüber erzählt man folgendes:

 

In der Zeit um das Jahr 1168 ist ein Fuhrmann aus Goslar, manche sagen auch ein sächsischer Fuhrmann, mit einer Ladung Salz von Halle ins Böhmische gefahren. Fast an der Grenze des böhmischen Gebirges, etwa die Gegend, wo sich heute Freiberg befindet, fand der Fuhrmann in einem Wagengleis ein Geschiebe von gediegenem Glanz.

 

Weil es nun dem goslarischem Glanz oder Bleischweif nicht unähnlich war, warf er ein Stück auf seinen Wagen und bewahrte es bis zu seiner Heimkehr auf. Nachdem es in Goslar von dem Sachkundigen probiert und im Silber viel reicher befunden worden war als das goslarische Erz, zogen viele Sachsen in die von dem Fuhrmann bezeichnete Gegend.

 

Daselbst haben sie dann geschürft, eingeschlagen und Gänge ausgerichtet. Auch gründeten sie an dieser Stelle die sogenannte Sächsstadt, die später in Freiberg umbenannt wurde.