Bergamt Geyer

 

Der seit 1315 bezeugte Zinnbergbau in Geyer wurde zunächst als Grundherrschaftliches Bergbaurecht der Wolkensteiner Herrschaft zu Waldenburg verwaltet. In der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts gelang es, das kurfürstliche Bergregal in Ehrendfriedersdorf, Geyer und Thum durchzusetzen. Der doirtige landesherrschaftliche Bergmeister, 1466 erstmals erwähnt, unterstand zunächst nicht dem Berghauptmann zu Freiberg. Mehrere Reviergrenzbeschreibungen sind bis 1768 erfolgt. Schon 1377 hatten die Wolkensteiner wegen ihrer Silbergruben bei Ehrenfriedersdorf mit Markgrafen Friedrich, Balthasar und Wilhelm Vereinbarungen getroffen, nach denen sie das grundherrschafftliche Bergbaurecht auf ihre Zinnbergwerkwerke behielen. Nach dem der Wolkensteiner Besitz Mitte des 15. Jahrhunderts an den Markgrafen von Meißen gefallen war, konnte der kurfürstliche Bergmeister in Ehrenfriedersdorf das Bergregal ungehindert vertreten. Vermutlich stimmte zu dieser Zeit die Reviergrenze mit dem ehemals zur Herrschaft Wolkenstein gehörenden Gebiet um Ehrenfriedersdorf überein. Die erste vollständige Reviergrenzbeschreinung stammt jedoch erst aus dem Jahr 1553. 1787 wurden die Bergreviere Geyer und Ehrenfriedersdorf vereinigt, wobei auch danach das Archiv Ehrenfriedersdorf mit eigenem Signaturen und Repertorium weitergeführt worden ist. Um 1830 wurden die beiden Bergreviere als Unterreviere in das Marienberger Bergamt integriert, das einerseits 1847 mit dem Bergamt Annaberg vereinigt.

Im Jahre 1466 erhält der Bergort Geyer sein eigenes Bergamt und somit die bergbauliche Gerichtbarkeit. Das Geyer ein eigenes Bergamt erhielt, teugt davon, dass das Bergrevier Geyer an Bedeutung stark zu genommen hatte. Dieses Bergamt arbeitete bis zum Jahre 1790 und wurde dann, da die Unterhaltung zu teuer wurde und der Bergbau in Geyer zurückging, zuerst nach Ehrenfriedersdorf und später nach Marienberg verlegt.

 

Im Jahre 1466 erhält der Bergort Geyer sein eigenes Bergamt und somit die bergbauliche Gerichtbarkeit. Das Geyer ein eigenes Bergamt erhielt, teugt davon, dass das Bergrevier Geyer an Bedeutung stark zu genommen hatte. Dieses Bergamt arbeitete bis zum Jahre 1790 und wurde dann, da die Unterhaltung zu teuer wurde und der Bergbau in Geyer zurückging, zuerst nach Ehrenfriedersdorf und später nach Marienberg verlegt.

 

Das Gebäude des ehemaligen Bergamtes in Geyer befindet sich an der Annaberger Straße 12, ungefähr 200 m entfernt vom Rathaus in Richung Tannenberg. Das Gebäude wird noch als Wohnhaus genutzt.